Theatergemeinde Gelsenkirchen e.V.: Satzung.

Satzung

Theatergemeinde Gelsenkirchen e.V.


Satzung

Präambel

Der Verein wurde im Jahre 1921 errichtet. Er hat sich von Anfang an zum Ziel gesetzt, zu dem kulturellen Leben in Gelsenkirchen einen wesentlichen Beitrag zu leisten. Die Mitglieder des Vereins sollen zu Theaterbesuchen animiert und durch das Erlebnis von Kunst und Kultur den Mitgliedern das Gefühl der sozialen Verantwortlichkeit vermittelt werden.


§ 1 Name, Sitz und Geschäftsjahr

  1. Der Verein trägt den Namen Theatergemeinde Gelsenkirchen e.V..
  2. Der Sitz des Vereins ist in Gelsenkirchen.
  3. Der Verein ist in das Vereinsregister beim Amtsgericht Gelsenkirchen unter der Registernummer VR 742 eingetragen.
  4. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Das Spielzeitjahr beginnt am 1. September und endet am 31. August des darauffolgenden Jahres.



§ 2 Zweck und Aufgaben

  1. Zweck des Vereins ist die Förderung der Kultur.
  2. Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch
    1. die Organisation und Durchführung von Theaterveranstaltungen in der Region Gelsenkirchen
    2. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Sinne des Vereinszwecks
    3. die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Bedeutung der Theaterkunst für den Wirtschaftsstandort Gelsenkirchen
  3. Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts, Steuerbegünstigte Zwecke, der Abgabenordnung.
  4. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder des Vereins dürfen in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins erhalten.
  5. Die Mitglieder dürfen bei ihrem Ausscheiden keine Anteile des Vereinsvermögens erhalten.
  6. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
  7. Der Verein ist politisch, ethisch und konfessionell neutral.
  8. Zur Unterstützung und Durchführung des Vereinszwecks i.S.d. § 2 (1) dieser Satzung kann der Verein Personen, die nicht Mitglieder des Vereins sind, ehrenamtlich oder gegen Entgelt in seinen Dienst stellen und Räumlichkeiten schaffen sowie diese Räumlichkeiten bewirtschaften und verwalten. Hierfür dürfen keine unverhältnismäßig hohen Mittel des Vereins verwendet werden.



§ 3 Mitgliedschaft

  1. Der Verein hat
    1. ordentliche Mitglieder,
    2. fördernde Mitglieder und
    3. Ehrenmitglieder.
  2. Ordentliches Mitglied kann jede natürliche Person werden, die das 16. Lebensjahr vollendet hat und den Zweck des Vereins unterstützt. Alle ordentlichen Mitglieder üben in der Mitgliederversammlung das Stimmrecht aus.
  3. Förderndes Mitglied kann jede natürliche und juristische Person werden. Fördernde Mitglieder unterstützen den Verein in ideeller und materieller Hinsicht. Sie haben kein Stimmrecht in der Mitgliederversammlung.
  4. Auf Vorschlag des Vorstandes kann die Mitgliederversammlung Ehrenmitglieder auf Lebenszeit ernennen. Ehrenmitglieder haben kein Stimmrecht in der Mitgliederversammlung.
  5. Voraussetzung für den Erwerb der ordentlichen und fördernden Mitgliedschaft ist ein schriftlicher Aufnahmeantrag beim Vorstand. Bei beschränkt Geschäftsfähigen ist der Aufnahmeantrag auch von den gesetzlichen Vertretern zu unterschreiben. Weiter muß der Antrag eine Übernahme der Beitragszahlung durch die gesetzlichen Vertreter enthalten (sog. Schuldbeitritt).
  6. Der Vorstand entscheidet über den Aufnahmeantrag nach freiem Ermessen. Bei Ablehnung des Antrages ist er nicht verpflichtet, dem Antragsteller die Gründe mitzuteilen.



§ 4 Beendigung der Mitgliedschaft

  1. Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Ausschluss, Austritt bzw. Auflösung der juristischen Person.
  2. Der Austritt erfolgt durch schriftliche Kündigung der Mitgliedschaft per Einschreiben gegenüber dem Vorstand. Bei beschränkt Geschäftsfähigen ist die Kündigung auch von den gesetzlichen Vertretern zu unterschreiben. Die Mitgliedschaft kann nur zum Ende eines Spielzeitjahres (31.08.) unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 3 Monaten gekündigt werden.
  3. Ein Mitglied kann aus wichtigem Grund mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen werden. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn das Mitglied schwerwiegend gegen die Satzung oder gegen die Beschlüsse der Vereinsorgane verstoßen hat. Dem Mitglied muß vor der Beschlussfassung Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben werden. Die Entscheidung über den Ausschluss obliegt dem Vorstand. Der Beschluss des Vorstandes ist schriftlich zu begründen und dem Mitglied zuzusenden.
  4. Ein Mitglied kann durch Beschluss des Vorstandes ferner ausgeschlossen werden, wenn es trotz zweimaliger schriftlicher Mahnung mit der Zahlung von Mitgliedsbeiträgen oder Umlagen im Rückstand ist und dies in der zweiten Mahnung angedroht wurde und seitdem zwei Monate vergangen sind. Die Entscheidung über den Ausschluss obliegt dem Vorstand. Der Beschluss ist dem Mitglied mitzuteilen.



§ 5 Mitgliedsbeiträge

  1. Von den ordentlichen und fördernden Mitgliedern werden Jahresbeiträge erhoben, die in Raten am 15.10. und 15.03. eines jeden Spielzeitjahres fällig werden. Zur Beseitigung finanzieller Schwierigkeiten des Vereins können Umlagen erhoben werden. Die Umlage ist begrenzt auf die Höhe des Jahresbeitrages je Abonnement.
  2. Über die Höhe von Jahresbeiträgen, Kosten von Einzelkarten und Umlagen entscheidet der Vorstand.
  3. Ehrenmitglieder sind von der Pflicht zur Zahlung von Beiträgen und Umlagen befreit.



§ 6 Rechte und Pflichten der Mitglieder

  1. Die Mitglieder sind berechtigt, an den Veranstaltungen des Vereins teilzunehmen.
  2. Die Ausübung der mit der Mitgliedschaft verbundenen Rechte setzt die Erfüllung der Mitgliedspflichten voraus.



§ 7 Organe des Vereins

Organe des Vereins sind

  1. die Mitgliederversammlung,
  2. der Vorstand.


Daneben kann der Vorstand beschließen einen Beirat zu gründen. Der Beirat hat ausschließlich beratende Funktion gegenüber dem Vorstand und soll nicht mehr als 9 Mitglieder haben. Der Beirat gibt sich selbst eine Beiratsordnung. Diese bedarf zu ihrer Wirksamkeit der Genehmigung des Vorstandes.


§ 8 Vorstand

  1. Der Vorstand besteht aus nachfolgenden drei Personen
    1. Vorsitzender,
    2. stellvertretenden Vorsitzenden,
    3. einem Schriftführer.
    Der Vorstand ist Vorstand im Sinne von 26 BGB.
  2. Je zwei Mitglieder des Vorstandes sind gemeinsam vertretungsberechtigt.



§ 9 Zuständigkeit des Vorstandes

  1. Der Vorstand vertritt den Verein soweit nicht anderen Organen durch diese Satzung die Vertretung zugewiesen wird gerichtlich und außergerichtlich in allen Vereinsangelegenheiten. Er hat insbesondere folgende Aufgaben:
    1. Vorbereitung und Einberufung der Mitgliederversammlung sowie Aufstellung der Tagesordnung
    2. Ausführung von Beschlüssen der Mitgliederversammlung
    3. Vorbereitung des Haushaltsplanes, Buchführung und Erstellung des Jahresberichtes
    4. Beschlussfassung über die Aufnahme von Mitgliedern
    5. Ausschluss von Mitgliedern
    6. ggf. Bestellung eines Beirates
  2. Die Vorstandsmitglieder sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.
  3. Der Vorstand haftet nur im Falle grober Fahrlässigkeit und Vorsatz.



§ 10 Wahl und Amtsdauer des Vorstandes

  1. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von drei Jahren gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich. Das Amt beginnt mit der Annahme der Wahl. Zum Mitglied des Vorstandes können nur Mitglieder des Vereins gewählt werden. Das Amt des Vorstandsmitgliedes endet mit Ablauf der Amtszeit, der Beendigung der Mitgliedschaft, Abwahl, Tod oder Rücktritt.
  2. Scheidet ein Mitglied des Vorstandes vorzeitig aus, so wird vom Vorstand bis zur nächsten Mitgliederversammlung kommissarisch ein Nachfolger benannt. Sollte der Zeitraum bis zur ordentlichen Mitgliederversammlung länger als ein halbes Jahr betragen, so ist eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen.
  3. Der Vorstand ist ehrenamtlich tätig.



§ 11 Sitzungen und Beschlüsse des Vorstandes

  1. Vorstandssitzungen sollen zweimal jährlich durchgeführt werden sowie wenn zwei Vorstandsmitglieder eine solche verlangen. Die Einberufung der Vorstandssitzung erfolgt durch den Vorsitzenden oder bei dessen Verhinderung durch den stellvertretenden Vorsitzenden. Die Einberufungsfrist beträgt eine Woche.
  2. Entscheidungen des Vorstandes werden mit einfacher Mehrheit getroffen. Der Vorstand ist bei Anwesenheit von mindestens zwei seiner Mitglieder beschlußfähig. Abstimmungen können auch schriftlich oder fernmündlich gefaßt werden, wenn alle Vorstandsmitglieder ihre Zustimmung zu diesem Verfahren schriftlich oder fernmündlich erklären. Schriftlich oder fernmündlich gefasste Vorstandsbeschlüsse sind schriftlich niederzulegen und zu unterzeichnen.



§ 12 Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung als das oberste beschlussfassende Vereinsorgan ist grundsätzlich für alle Aufgaben zuständig, sofern bestimmte Aufgaben gemäß dieser Satzung nicht einem anderen Vereinsorgan übertragen wurden.
  2. Die Aufgaben der Mitgliederversammlung sind insbesondere
    1. Genehmigung des vom Vorstand aufgestellten Haushaltsplans für das nächste Geschäftsjahr, Entgegennahme des Jahresberichts des Vorstandes, Entlastung des Vorstandes
    2. Wahl und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes
    3. Wahl von zwei Revisoren aus dem Kreis der ordentlichen Mitglieder
    4. Beschlussfassung über Satzungsänderungen
    5. Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins
    6. Ernennung von Ehrenmitgliedern
  3. Stimmberechtigt sind alle ordentlichen Mitglieder. Diese Mitglieder haben jeweils eine Stimme. Zur Ausübung des Stimmrechts kann ein anderes Mitglied schriftlich bevollmächtigt werden. Die Bevollmächtigung ist für jede Mitgliederversammlung gesondert zu erteilen, ein Mitglied darf jedoch nicht mehr als drei fremde Stimmen vertreten.



§ 13 Einberufung der Mitgliederversammlung

  1. Die ordentliche Mitgliederversammlung tritt mindestens einmal im Jahr, möglichst am Ende einer Spielzeit, zusammen. Die ordentliche Mitgliederversammlung wird vom Vorstandsvorsitzenden unter Wahrung einer Frist von drei Wochen durch schriftliche Einladung unter Angabe der Tagesordnung einberufen. Die Frist beginnt am Folgetag der Absendung des Einladungsschreibens. Die Einladung gilt als zugegangen, wenn es an die letzte vom Mitglied dem Verein schriftlich bekannt gegebene Anschrift gerichtet ist. Die Tagesordnung setzt der Vorstand fest.
  2. Der Termin zur Mitgliederversammlung wird den Mitgliedern fünf Wochen vorher unter Angabe einer vorläufigen Tagesordnung bekannt gegeben.
  3. Jedes Mitglied kann bis spätestens drei Wochen vor der Mitgliederversammlung beim Vorstand schriftlich eine Ergänzung der Tagesordnung beantragen. Der Versammlungsleiter hat zu Beginn der Mitgliederversammlung die Ergänzung bekannt zu geben.



§ 14 Außerordentliche Mitgliederversammlung

Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist vom Vorstand einzuberufen, wenn das Interesse des Vereins es erfordert oder wenn mindestens zehn Prozent der Mitglieder dies schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe beim Vorstand beantragen. Für die außerordentliche Mitgliederversammlung gelten die Regelungen der ordentlichen Mitgliederversammlung mit folgenden Abweichungen:

  1. Die Frist für die Einberufung kann im Dringlichkeitsfall bis auf eine Woche verkürzt werden.
  2. Gegenstand der Tagesordnung ist nur der Grund, der zur Einberufung geführt hat.



§ 15 Beschlussfassung der Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung vom stellvertretenden Vorsitzenden oder dem Schriftführer geleitet. Ist kein Vorstandsmitglied anwesend, bestimmt die Mitgliederversammlung den Versammlungsleiter. Bei Wahlen kann die Versammlungsleitung für die Dauer des Wahlganges und der vorhergehenden Diskussion einem Wahlausschuss übertragen werden.
  2. Die Art der Abstimmung bestimmt der Versammlungsleiter. Die Abstimmung muß schriftlich durchgeführt werden, wenn ein Drittel der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder dies beantragt.
  3. Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig. Hierauf ist in der Einladung hinzuweisen.
  4. Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden, wenn nicht in dieser Satzung etwas anderes ausdrücklich bestimmt ist, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen gefasst. Stimmenthaltungen gelten als ungültige Stimmen, bei Stimmgleichheit gilt der Antrag als abgelehnt.
  5. Bei Wahlen ist gewählt, wer mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten hat. Hat niemand mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen erhalten, so findet zwischen den beiden Kandidaten, die die meisten Stimmen erhalten haben, eine Stichwahl statt. Gewählt ist dann derjenige, der die meisten Stimmen erhalten hat. Bei gleicher Stimmenzahl entscheidet das von dem Versammlungsleiter zu ziehende Los.
  6. Über Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll zu fertigen, welches vom jeweiligen Schriftführer zu unterzeichnen ist.



§ 16 Satzungsänderung

  1. Für Satzungsänderungen ist eine einfache Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen bei einer Mitgliederversammlung notwendig. Dies gilt nicht für die Änderung des Satzungszwecks. Die Änderung des Satzungszwecks kann nur mit Zustimmung aller Mitglieder beschloßen werden. Über Satzungsänderungen kann in der Mitgliederversammlung nur dann abgestimmt werden, wenn darauf vorher in der Einladung als Tagesordnungspunkt hingewiesen wurde.
  2. Satzungsänderungen, die von Aufsichts-, Gerichts- oder Finanzbehörden aus formalen Gründen verlangt werden, kann der Vorstand von sich aus vornehmen. Diese Änderungen müssen den Mitgliedern jedoch schriftlich mitgeteilt werden.



§ 17 Auflösung des Vereins

  1. Der Verein kann mit einer Mehrheit von zwei Drittel der abgegebenen gültigen Stimmen in der Mitgliederversammlung aufgelöst werden. Der Beschluss kann nur nach rechtzeitiger Ankündigung in der Einladung zur Mitgliederversammlung gefaßt werden.
  2. Falls die Mitgliederversammlung keinen anderen Beschluss faßt, sind der Vorstandsvorsitzende und der stellvertretende Vorstandsvorsitzende gemeinsam vertretungsberechtigte Liquidatoren.
  3. Bei Auflösung oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an die Stadt Gelsenkirchen mit der Maßgabe, es ausschließlich und unmittelbar für kulturelle Zwecke zu verwenden.
  4. Die vorstehenden Bestimmungen gelten entsprechend, wenn der Verein aus einem anderen Grund aufgelöst wird oder seine Rechtsfähigkeit verliert.



Gelsenkirchen, 30.08.2010

Eingetragen am 02. Juli 2013 beim Amtsgericht Gelsenkirchen unter der Vereinsregisternummer VR 742.

1. Vorsitzender: Herr Lars Petersen
2. Vorsitzender: Herr Bernhard Kappert
Schriftführerin: Frau Renate Stork

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